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Miriquidi | r2-bike.com MTN CREW
7. August 2017 admin

Miriquidi

Reutte – Marienberg, das ist nicht unbedingt der nächste Weg, um sich an die Startlinie eines MTB-Rennens zu stellen. Zumal das dortige Auf und Ab ja auch nicht gerade meinem Lieblingsstreckenprofil entspricht. Aber es ist bei uns schon zur schönen Tradition geworden, einmal im Jahr mit den alten Studienfreunden gemeinsam über die Erzgebirgspfade zu rollen. Nach EBM und MEC sollte es dieses Jahr also die MBC sein. Die Streckenbesichtigung am Samstag ließ bei allen Vorfreude aufkommen, schöne flowige Waldtrails und angenehm fahrbare Anstiege: Bikerherz, was willst du mehr? Blieb nur die Frage, wie oft man sich diesen Spaß gönnen wollte: 1, 2 oder gar 3 mal? Da zu diesem Zeitpunkt keine weitere Dame für die 90 km gemeldet war, entschied ich mich auch für die 60er Variante. Wenn schon ein Rennen, dann auch mit Konkurrenz. Außerdem konnten wir so eine Stunde länger schlafen, auch ein nicht zu verachtendes Argument.

Beim Warmfahren am Sonntag wurden wir von angenehm milden Temperaturen überrascht (gar kein Vergleich zu Riva vor 2 Wochen J ) und die Wetterprognosen stimmten uns zuversichtlich, dass sich die örtlich vorausgesagten Gewitter erst am Nachmittag zeigen würden.

107 Teilnehmern spurteten nach dem Startschuss in den Miriquidi-Wald und ich lag recht gut vorne mit dabei. Die erste Runde fuhr sich einfach spitze, zwar brannte die Lunge bei dem hohen Tempo ganz schön, aber die Strecke machte mega Spaß. Nach exakt 58 Minuten spürte ich allerdings den ersten Regentropfen auf meinen Beinen, da dachte ich noch „So ein kurzer Schauer tut ja nix“. 5 Minuten später befand ich mich dann exakt in so einer „örtlichen“ Gewitterzellen, nach meinem Gefühl verfolgte sie genau mich für die nächsten 1,5 Stunden und entlud alles was sie hatte auf den ehemals herrlichen Wegen. Von Wegen war jetzt gar nicht mehr zu reden: Bachlauf, Wasserfall, Schlammloch, Gatschmulde, Moorteich, Wühlwiese – das waren die richtigen Begriffe für das, was uns in der zweiten Runde erwartete. Ich sehnte mir ja fast die trockene Kälte aus Riva herbei, als dieses Gewühle durch den Schlamm. Trotz der nur kurzen Abfahrten zwischendurch zitterte inzwischen mein ganzer Körper vor Nässe und Kälte. Aber da half jetzt nur noch Humor weiter, also legte ich auf dem nächsten Furchentrail gleich mal eine Slapstickeinlage hin und kugelte mich den Hang hinunter. Richtigen Sinn für Humor bewiesen jedoch die Streckenplaner, in dem sie den Zieleinlauf auf einer Wiese platziert hatten. Da kämpft man sich mit letzter Kraft aus dem Finsterwald und will die letzten Meter einfach nur noch ins Ziel rollen, stattdessen muss man sich in Zeitlupe vor allen Zuschauern durch ein Schlammfeld kämpfen und hat jede Menge Mühe sich dabei nicht hinzulegen. Aber irgendwie war das ein echt passendes Finale J Mit Platz 1 bei den Damen und Platz 10 bei den Herren war das eine ganz respektable Leistung, ein bisschen scheinen mir die Erzgebirgsrennen dann doch zu liegen. Also nächstes Jahr auf ein neues!